Wort für dich
Im Verweilen kann ich Platz nehmen – in der Ruhe, im Sein. Im Verweilen laufen meine Fäden wieder zusammen. Dann öffnen sich alle Himmelsrichtungen und meistens fallen mir auch Ideen zu. Im Verweilen sammle ich Leben und komme bei mir an.
Der Ozean so wild und weit
Jack lebt alleine in einem Haus am Fuße eines Berges auf den Shetland-Islands. Ob es morgens, tagsüber, mittags, nachmittags oder abends ist: Sein Leben folgt Ritualen und ist vorhersehbar. Doch dann passiert eines Tages etwas Unvorhersehbares …
Erinnere dich
Die meisten unserer Erlebnisse lassen wir irgendwo zurück. Und dann gibt es die Zeitkapseln: Momente, die ewig werden – weil wir uns an sie erinnern. Was mich fasziniert: Erinnerungen sind nur winzige Ausschnitte der Wirklichkeit.
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Wir erinnern uns selten an große Abläufe, sondern an kleine Sequenzen. Ein Blick, das Licht, ein Duft: Etwas davon erreicht dich auf einer tieferen Ebene und bleibt. Das Wort „erinnern“ stammt von einem althochdeutschen Begriff ab und bedeutete ursprünglich: etwas inne werden lassen. Schön, oder?
Einer meiner Erinnerungsmomente aus diesem Sommer ist dieser Schmetterling. Er landete vor mir auf einem Grashalm, schloss bedächtig seine Flügel und harrte einige Minuten still aus. Die Sanftheit dieses Moments berührte mich und blieb. Was soll von deinem Sommer bleiben und eine Erinnerung werden? Schreib einfach spontan los.
Ein friedlicher Ort
Ein friedlicher und magisch schöner Ort ist das Derwischkloster in Blagaj in Bosnien-Herzegowina – direkt an der smaragdgrünen Ursprungsquelle der Buna und unter einer 200 Meter hohen, senkrechten Felswand gelegen.
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Die Räume des 600 Jahre alten Klosters sind minimalistisch eingerichtet, aber die kräftigen Farben der Teppiche und Pölster leuchten. Besonders schön finde ich den Sternenhimmel im ehemaligen Hammam, dem Badezimmer der Derwische. Als inspirierend empfinde ich außerdem die Spiegelungen des Wassers auf den Holzdecken und Kalkwänden des Klosters.
Das Wasser der Buna sprudelt aus einer höhlenähnlichen Felsöffnung neben dem Kloster – in seiner smaragdgrünen Klarheit wirkt es fast unwirklich. Du kannst mit einem Schlauchboot in die Höhle fahren und die Kraft dieser Quelle erleben. Es gibt hier auch Restaurants und Souvenirbuden. Plane für deinen Aufenthalt circa 2-3 Stunden ein. Dann kannst du die friedliche Stimmung gut spüren.
Yesteryear
Was, wenn alles tatsächlich so ist, wie sie es jeden Tag postet? Natalie ist Influencerin und eine Tradwife – sie inszeniert auf Instagram ihr Leben nach traditionellen Werten und macht dabei ihre Familie zu Statist*innen. Doch dann …
Hochwechsel
Der Hochwechsel ist unser Hausberg: Meine Mutter schaute bei meiner Geburt, die 22 Stunden dauerte, angeblich auf seinen Gipfel. Wahrscheinlich ist mir dieser Berg so nah, weil er stundenlang in mich hineingeatmet wurde.
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Der Hochwechsel ist 1.743 m hoch und liegt an der Grenze zwischen der Steiermark und Niederösterreich. Seine Steine liebe ich – den glitzernden Glimmerschiefer und schneeweißen Quarz. Meine kurze Lieblingstour dauert circa 1,5 Stunden. Du fährst von Mönichwald in der Steiermark zur Raststation Kaltwies’n (Mautgebühr: € 4,50). Von dort führt ein mittelsteiler und mittelanstrengender Pfad auf den Gipfel – zuerst durch den Wald, dann auf Almwiesen mit schönem Blick ins Tal. Oben angekommen, hast du einen weiten Rundumblick in alle Richtungen. Erhebend!
Für eine lange Tour empfehle ich dir den Weg von der Mönichkirchner Schwaig (Niederösterreich) über das Hallerhaus, die Steinerne Stiege und den Niederwechsel. Die Bergkirche trägt eine charakteristische Dachhaube und zeigt übrigens, dass du in einem Gebiet wanderst, das seit jeher umkämpft war.
Land
Was für ein tiefgründiges und wundersames Buch: Maggie O’Farrell erzählt eine Geschichte über das Erbe von Irland und über eine Familie, deren Mitglieder sich finden und verlieren und wieder finden. Ich habe die 566 Seiten verschlungen.