Ein Roman mit überraschenden Wenden: Alba arbeitet als Sprachwissenschaftlerin an der Universität Reykjavik, entscheidet sich dann aber plötzlich für ein anderes Leben: In einem abgeschiedenen Dorf will sie auf einem riesigen Grundstück am Rand eines Gletscherflusses einen Garten anlegen – im rauen Klima von Island!
Dreihundertfünfzig Birkensetzlinge hat Alba auf der Rückbank ihres Autos, als sie Reyjkavik verlässt und zu ihrem riesigen Grundstück fährt, das sie in einem abgeschiedenen Dorf gekauft hat. Dort will sie – im rauen Klima von Island – einen Garten anlegen. Dazwischen lektoriert sie Bücher, bastelt am maroden Haus oder schaut in die Landschaft. Weit, rau und hell ist sie, beinahe wirkt es so, als ob ihr Haus am Himmel schwebt: wie auch der Gletscherfluss, der an ihrem Grundstück vorbeirauscht. In seiner Nähe will sie die Birken setzen. Bald sind die dreihundertfünfzig Setzlinge in der Erde.
Ein Gletscherfluss schwebt am Himmel.
Ein Haus schwebt am Himmel.
Eigentlich arbeitet Alba mit Wörtern – als Sprachwissenschaftlerin der Universität Reykjavik fliegt sie von einer Konferenz zur nächsten. Doch bald fühlt sie sich in ihrem kleinen Haus wohler. Also gibt sie ihre Stelle auf und zieht ganz aufs Land. Es ist, als ob die Leute im abgeschiedenen Dorf, zu dem ihr Grundstück gehört, auf sie gewartet hätten. Der Chor und der Theaterverein suchen neue Mitglieder, die Flüchtlinge im Dorf brauchen eine Sprachlehrerin und der Vintage-Laden braucht neue Bücher. Also bringt Alba all die Bände dorthin, für die sie in ihrem kleinen Haus keinen Platz findet. Es sind schwer verständliche sprachwissenschaftliche Werke und doch kaufen sie die Leute wie verrückt. Denn auf den Seiten verbergen sich Botschaften von jemandem, der Alba einmal viel bedeutet hat.
Ein leises Buch zu meinen liebsten Themen: Wörter, Bäume, ein Garten, der Himmel, die Landschaft, ein Fluss – und eine mutige Frau, die sich dafür entscheidet, ihr Leben weniger aus dem Kopf und mehr aus dem Herzen heraus zu gestalten.
Im Insel Verlag um € 25,70 (A)